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Der österreichische Umweltminister Josef Pröll beim Handshake mit seinem syrischen Amtskollegen Hilal Al-Atrash
Foto: sirlion oysterlitz

Exportinitiative Umwelttechnologien in Syrien

Vom 5. - 6. April 2008 reiste Umweltminister Josef Pröll mit einer Delegation der Wirtschaftskammer Österreich und VertreterInnen von österreichischen Umwelttechnologieunternehmen nach Damaskus, um den Transfer von innovativen Umwelttechnologien und Know-how in Syrien anzukurbeln.  

 
 
 
„Syrien ist für Österreich einer der interessantesten Exportmärkte für umwelttechnologische Systemleistungen und Produkte. Ich freue mich daher sehr, dass wir mit der Exportoffensive Umwelttechnologien die Zusammenarbeit im Umweltschutz gemeinsam vertiefen“, betonte Umweltminister Josef Pröll anlässlich des Auftakts der Reise in Damaskus.

Mit seiner rasch wachsenden Bevölkerung und dem wirtschaftlichen Reformprozess steht Syrien vor einer Reihe von Umweltproblemen. Zentrale Themen sind die Trinkwasserversorgung und die Bereitstellung von Bewässerungswasser sowie das Abfallmanagement. Derzeit werden 14 Wasseraufbereitungsanlagen eingesetzt, und es gibt nur vier Kläranlagen, mit denen zirka 20 Prozent der Kommunalabwässer geklärt werden. 60 Prozent des Abfalls werden auf offener Fläche abgeladen, nur 15 Prozent des Abfalls werden wieder verwertet, für gefährliche Abfälle gibt es keine adäquaten Entsorgungsmöglichkeiten. Syriens Energiebedarf wächst um zirka neun Prozent pro Jahr, zuletzt durch die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Irak und dem Libanon sogar um 14 Prozent. Chancen für österreichische Umwelttechnologieunternehmen bestehen dabei in Syrien vor allem beim Bau von Windkraftanlagen und bei der Erschließung von Sonnen- und Wasserkraft.

Umweltminister Josef Pröll traf am Sonntag der in Syrien ein Arbeitstag ist, drei syrische Ministerkollegen (Umwelt, Landwirtschaft, Wasser). Neben der Vorbereitung eines Memorandums of Understanding zur Förderung einer verstärkten Zusammenarbeit im Umwelt und insbesondere auch im Umwelttechnologiebereich wurde u.a. auch die Organisation eines Workshops über eine zukünftige Zusammenarbeit und Investitionsmöglichkeiten im Wasser- und Bewässerungsbereich zwischen beiden Ländern vereinbart. Darüber hinaus konnten zahlreiche Kontakte zwischen den österreichischen Unternehmen und den entsprechenden Akteuren und Ansprechpartnern auf dem syrischen Zielmarkt vermittelt werden.
 
Die Fotos von der Exportinitiative Umwelttechnologien finden Sie hier!

Doerthe.Kunellis@lebensministerium.at

16.04.2008, Lebensministerium VI/5