Lebensmittelmesse Gastro Danubia 2009 vom 22. bis 25. Jänner 2009
Anlässlich der Lebensmittelmesse Gastro Danubia 2009, welche vom 22. Jänner bis 25. Jänner 2009 in Bratislava stattfand, veranstaltete die Außenhandelsstelle Pressburg mit finanzieller Beteiligung des Lebensministeriums am 22. Jänner 2009 eine Lebensmittelkooperationsbörse.
Im neu eröffneten Hotel Falkensteiner fanden sich Vertreter von vierzehn österreichischen Lebensmittelfirmen zu intensiven Verkaufsgesprächen mit potentiellen slowakischen Interessenten, wie BILLA und Hotelketten, zusammen. Diese konzentrierte Form des Zusammenbringens österreichischer Firmen mit potentiellen slowakischen Kunden hat sich bereits im Vorjahr bewährt und wurde auch von den Firmen sehr geschätzt.Als neue Initiative soll besonders ein im Herbst 2008 in Bratislava eröffnetes Feinkostgeschäft erwähnt werden, welches sich auf den Import und Verkauf ausschließlich österreichischer Lebensmittelspezialitäten in der Slowakei konzentriert und hinsichtlich Werbe- und Informationsmaterial auch die Hilfestellung der Agrarmarketing Austria in Anspruch genommen hat (www.genussland.sk).
Agraraußenhandel Österreich-Slowakei
Die Agrarexporte Österreichs der Zollkapitel 1 bis 24 in die Slowakei erreichten im Jahr 2007 einen Gesamtwert in der Höhe von fast 96 Mio. €. Gegenüber 2006 konnte das Exportvolumen Österreichs in die Slowakei um 25,7 % bzw. 19,6 Mio. € verbessert werden. Betrachtet man die Exportentwicklung im Agrarsektor im Detail, so kann festgehalten werden, dass der Bereich „Erzeugnisse der Nahrungsmittelindustrie, Getränke, alkoholische Flüssigkeiten, Essig und Tabak“ der Zollkapitel 16 bis 24 mit einem Anteil von 48,3 % an den Agrargesamtausfuhren in die Slowakei und einem Exportvolumen von 46,3 Mio. € (+ 5,1 % gegenüber dem Vorjahr) im Jahr 2007 den wichtigsten Wirtschaftszweig darstellte.
DieAgrarimporte Österreichs (Zollkapitel 1 bis 24) aus derSlowakei erreichten im Jahr 2007 einen Gesamtwert in der Höhe von fast 113 Mio. €. Gegenüber den slowakischen Agrarimporten des Jahres 2006 wurde im Jahr 2007 das Importvolumen um 21,3 % bzw. 19,8 Mio. € gesteigert. Dabei stellte der Bereich der „Waren pflanzlichen Ursprungs“ der Zollkapitel 6 bis 14 mit einem Anteil von 51,0 % an den Agrargesamteinfuhren aus der Slowakei und einem Importvolumen von 57,6 Mio. € (+ 51,1 % gegenüber dem Vorjahr) im Jahr 2007 den wichtigsten Wirtschaftszweig dar.
DerAgraraußenhandel Österreichs mit der Slowakei im Bereich der Zollkapitel 1 bis 24 wies im Jahr 2007 eine negative Bilanz in der Höhe von 16,6 Mio. € aus. Bei den „Erzeugnissen der Nahrungsmittelindustrie, Getränke, alkoholische Flüssigkeiten, Essig und Tabak“ der Zollkapitel 16 bis 24 ist die Bilanz jedoch seit Jahren positiv (8,2 Mio. € im Jahr 2007).
Der hohe technische Standard, dieQualität und Sicherheit österreichischer Agrarwaren, Lebensmittel und Getränke sowie die intakte Natur Österreichs mit einer hohen Rohstoffqualität sind wichtige Voraussetzungen für den Erfolg österreichischer Exporteure auf Drittlandsmärkten. Diese Stärken, gepaart mit dem gutenImage Österreichs in den Bereichen Umwelt, Kunst, Kultur, Sport, Wellness, Bio und Genuss, sind bereits vielen Lebensmittelhändlern in der Slowakei ein Begriff. Österreichische Agrarwaren, Lebensmittel und Getränke haben daher mit Spezialitäten, die dieses typische Österreich-Image vermitteln, gute Chancen am slowakischen Markt weiter Fuß zu fassen und dort neue Liebhaber für unsere österreichischen Spezialitäten zu finden.
Die österreichische Agrar- und Lebensmittelwirtschaft sieht trotz weltweiter Wirtschaftskrise den nächsten Jahren jedenfalls mit Zuversicht und Optimismus entgegen.Gemeinsame Zielsetzung der österreichischen Agrar- und Lebensmittelwirtschaft wird es daher auch künftig sein, österreichische Exporte entlang der gesamten Wertschöpfungskette - vom Rohstoff "Made in A" bis zum Veredelungserzeugnis mit hoher Wertschöpfung "Made in A" der slowakischen Bevölkerung anzubieten. Dabei wird die mit 1.1.2009 erfolgteEuro-Einführung in der Slowakei natürlich auch zu einem noch intensiveren Agraraußenhandel zwischen Österreich und den 5,4 Millionen slowakischen Staatsbürgern beitragen.
Die Slowakei liegt in der Zwischenzeit für Österreich weltweit als Abnehmer an 14. und als Lieferant an 11. Stelle. In den ersten drei Quartalen legten die österreichischen Lieferungen in die Slowakei um 19% auf EUR 1,77 Mrd. zu. Die Einfuhren lagen in diesem Zeitraum mit EUR 1,85 Mrd. um 9,7 % über den Vorjahreswerten.
Kontaktdaten:
Handelsdelegierter Mag. Konstantin Bekos
pressburg@wko.at
Agrar- und Umweltattache Slowakei
Dr. Peter Hancvencl
hanc1@volny.cc
Fachverband der Nahrungs-
und Genussmittelindustrie
Zaunergasse 1-3
1030 Wien
06.02.2009,




